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VDI-ZUKUNFTSPILOTEN Karlsruhe

Die Zukunftspiloten Karlsruhe nehmen Fahrt auf

 

Der libanesisch-amerikanischer Maler, Dichter und Philosoph Khalil Gibran sagte einst: „Was man als Kind geliebt hat, bleibt im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter.“

Nach diesem Motto begannen die Zukunftspiloten Karlsruhe im Juni 2015 mit ihrer Arbeit. Ziel des Projektes ist es in den Jugendlichen im Alter von 12-18 Jahren mit einem inklusiven Ansatz eine nachhaltige Faszination für Technik zu wecken.

 

Aller Anfang ist schwer…

Die Bandbreite an Technik in der heutigen Welt ist enorm. Aber nur wenige wissen genau wie diese High-Tech-Helden des Alltags wirklich funktionieren. Mit Schraubendreher und Zange ausgerüstet haben die Zukunftspiloten zahlreichen Geräten ihre Geheimnisse entlockt. Ob Digitalkamera, DVD-Laufwerk oder Akkuschrauber – alle wurden bis auf die letzte Schraube unter die Lupe genommen. Ingenieure, Naturwissenschaftler und Studenten unterstützten sie dabei mit ihrem Knowhow und die Betreuer mussten bei den regelmäßigen Treffen, ab 17:00 am jeweils letzten Mittwoch des Monats einem Bombardement aus Fragen stand halten. Auch Momente an welchen vier Ingenieurstudenten und vier Jugendliche eine ganze Weile darüber grübelten, wie der Kopffenster-Verschluss (Shutter) einer Diskette im Laufwerk automatisch geöffnet und geschlossen wird, gehörten dazu.

 

Faszination Rennsport

Nach den ersten Einblicken in die Welt der Technik schauten die Zukunftspiloten hinter die Kulissen der Formula Student – einer studentischen Rennsportliga – und besuchten ein internationales Event auf dem Hockenheimring. Dort konnten die ZP unter dem Röhren der Motoren den Teams in der Boxengasse über die Schulter schauen. Die Entwicklung und Entstehung der Rennboliden konnten die ZP kurz darauf in der Garage der Hochschulgruppe Ka-RaceIng des KIT genauer anschauen. Die ZP Betreuer und die Mitglieder der Hochschulgruppe führten durch die Erlebnisse, Entwicklungen und Erfolge der letzten Jahre. Von der Carbon-Werkstatt über E-Techniklabor bis zum Motorprüfstand wurde jeder Schritt von der Idee bis zum fertigen Rennwagen unter die Lupe genommen.

 

Die Welt der autonomen Technik

Bereits bei einem der ersten Treffen gab Professor Weiß uns mit einer kurzen Demonstration einen Einblick in die Forschung der Hochschule Karlsruhe. Dabei konnten die Jugendlichen unter anderem gegen einen vollautomatischen Airhockey Roboter antreten. 

Auch einen Nussknackautomat als spielerische Lösung für das hartnäckige Alltagsproblem konnte begutachtet werden. Um die Kenntnisse in diese Richtung zu vertiefen besuchten die ZP das Reinraumlabor der Hochschule Karlsruhe, wo wir durch Herrn Beck in die aufwändige Herstellung der Mikrochips eingeführt wurden. Den Einsatz dieser Hochleistungselektronik konnte uns die Hochschulgruppe KITCar des KIT demonstrieren. Als erfolgreicher Teilnehmer am internationalen Carolo-Cup führten sie den ZP  ein Modellfahrzeug, das nur durch Sensoren gesteuert eine Strecke mit Hindernissen und unter Beachtung der Vorfahrtsregeln abfahren kann. Auch das selbständige seitliche Rückwärtseinparken war für die „Mrs. Furious“ kein Problem. Im Anschluss gab es nicht nur eine Führung durch die Werkstatt und die aktuelle Entwicklung eines neuen, verbesserten Modells, sondern auch einen Blick auf die Forschungsobjekte des Instituts für Mess- und Regelungstechnik (MRT) des KIT.

 

Und das war nur der Anfang!

Im kommenden Jahr wollen die ZP auch selbst konstruktiv tätig werden. So ist es geplant zusammen mit Herrn Beck von der Hochschule Karlsruhe einen mechatronischen Kreisel zu bauen. Hier können die Jugendlichen selbst das Zusammenspiel von Sensoren und Aktoren aufbauen.

Ein weiterer Schwerpunkt bei der Fortentwicklung der ZP ist der Ausbau der bestehenden Kooperation mit dem VDI-Brasilien, wobei vor allem auf den Austausch in Bildung und Beruf Wert gelegt wird. Durch diese internationale Verbindung eröffnen sich einmalige Chancen für die Jugendlichen.

Unterstützung bekommen die ZP in Zukunft auch vom Institut für Physik und Technische Bildung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Mit physiK²A, einem von Ralph Hansmann vor ca. 5 Jahren ins Leben gerufene Veranstaltung, gibt es die Möglichkeit, auf Anfrage, physikalische Fragestellungen experimentell aufzuarbeiten.

 

 

Mit diesen Aussichten blicken die Zukunftspiloten in das neue Jahr und weitere Ideen für neue Projekte liefern die Jugendlichen selbst, denn der Funke der Faszination für Technik ist bereits übergesprungen.

Mit Schraubendrehern der Technik auf den Grund gehen

 

Die Zukunftspiloten Karlsruhe haben Kurs genommen und bieten Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten Technik zu entdecken.

Sind Sie neugierig wie die Technik funktioniert, die Sie täglich nutzen? Diese Frage beschäftigt viele von uns schon seit klein auf. Die Chance dieser Frage nachzugehen, hatten Ende Juni mehrere Schüler. Mit Schraubendreher und Zange durften sie sich interessante Objekte wählen und untersuchen. Ob Digitalkamera, DVD-Laufwerk oder Akkuschrauber wurden bis auf die letzte Schraube unter die Lupe genommen. Ingenieure und Studenten unterstützten dabei mit ihrem Knowhow. Als Einblick in die Forschung der Hochschule Karlsruhe gab Professor Weiß eine kurze Demonstration. Dabei konnte unter anderem das eigene Können gegen einen vollautomatischen Airhockey Roboter unter Beweis gestellt werden. Auch einen Nußknackautomat als spielerische Lösung für das hartnäckige Alltagsproblem konnte begutachtet werden.

 

Ermöglicht wurden die Aktivitäten im Rahmen des ersten Treffens der Zukunftspiloten Karlsruhe. Ins Leben gerufen vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) gibt es die Initiative der Zukunftspiloten. Für Schüler und Schülerinnen von 13-18 Jahre werden praxisorientierte, nachhaltige Veranstaltungen geboten. Dabei wird Interesse und Neugier für Technik geweckt und vertieft. Unter der Leitfrage „Kann man das nicht besser machen?“ werden aktuelle Themen erarbeitet und hinterfragt. Praktisch erfahren und die eigene Neugier stillen steht im Vordergrund.

 

Nach mehrstündiger Beschäftigung mit Selbststudium und Forschungseinblick waren die Schüler nur schwer von ihrer Tätigkeit zu trennen. Manchmal muss man gehen wenn es am schönsten ist – aber die Fortsetzung folgt. Immer am letzten Mittwoch des Monats treffen wir uns in den Räumlichkeiten der Hochschule Karlsruhe. Zum nächsten Treffen am Mittwoch den 29.07. an der Hochschule Karlsruhe laden die Zukunftspiloten alle Schülerinnen und Schüler ein. Schnuppergäste sind auch herzlich willkommen.

Als besonderen Ausflug ist am drauffolgenden Samstag ein Besuch des studentischen Formula Student Rennens in Hockenheim geplant. Auch hier suchen wir Zukunftspiloten um einen Einblick in Fahrzeugtechnik und Elektromobilität zu geben. Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter https://zukunftspiloten.vdi.de/lokale-clubs/karlsruhe

 

 

 

 

Artikel aus den VDI nachrichten